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Faszination Technik erleben und begreifen

Am 08.Juli diesen Jahres fanden wieder ca. 80 Schüler inkl. der verantwortlichen Fachlehrer, vorwiegend aus Leipziger Gymnasien, wie dem Reclam-, dem Wilhelm-Ostwald- und dem Rudolf-Hildebrand-Gymnasium zusammen mit einigen Dessauer Schülern im Rahmen einer besonderen Exkursion den Weg in das Dessauer Technikmuseum „Prof. Hugo Junkers“. Dort warteten bereits viele freiwillige Helfer auf die Schüler.

Im Rahmen einer unternehmerischen Initiative in Verbindung mit dem Förderverein der HTWK Leipzig laden die Herren Gerald Taraba (Geschäftsführer Actemium, 2.Vorsitzender des Fördervereins der HTWK Leipzig) und Christian Dubiel (Stadtwerkegeschäftsführer Bad Belzig und Fördervereinsmitglied des Technikmuseums) begleitet von Prof. Markus Krabbes (Prorektor der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig) jedes Jahr technikinteressierte Schüler der Region in das Dessauer Technikmuseum „Prof. Hugo Junkers“ ein. Unterstützt werden sie dabei von den vielen freiwilligen Helfern aus dem Museumsumfeld. Der Geschäftsführer des Technikmuseums Michael Otto, ein ehemaliger Pilot der Interflug, hat selber jedes Jahr größte Freude am Zuspruch der jungen Menschen, die unter der altehrwürdigen Junkers Ju-52 sich mit moderner Technik auseinandersetzen. Zusätzlich konnte in diesem Jahr die Unterstützung des Betriebsmuseums der Vattenfall Europe mit einem eigenen Experimentierstand gewonnen werden.

Anlass dieser Veranstaltung ist, dass im jeweils bevorstehenden siebten Schuljahr die Schüler und Schülerinnen vor der Entscheidung für Vertiefungsrichtung stehen. Mit dem Profilunterricht ab dem achten Schuljahr kann der gymnasiale Lehrplan besser auf die persönlichen Interessen, Talente und Neigungen eingehen. Es wird aber damit auch eine wichtige Weichenstellungen für eine spätere Studien- und Berufsauswahl gelegt.

An der HTWK Leipzig beschäftigen sich ein Großteil der Studierenden mit Studienfächern der technischen Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Informatik. Sie sind begeistert und getrieben davon, ihre naturwissenschaftlichen Interessen im Studium weiter zu vertiefen. Und sie erleben im Studium, wie zahlreich von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen attraktive Arbeitsstellen für das spätere Berufsleben angeboten werden.

Alle Mitwirkenden möchten den Schülerinnen und Schülern ein Angebot machen, damit sie sich von der Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik anstecken lassen können. Vor Ort besteht jeweils die Möglichkeit, anhand von historischen und aktuellen Erfindungen, Entwicklungen und technischen Meisterleistungen ihr eigenes Interesse an den Naturwissenschaften zu vertiefen.

Folgende Stationen gab es in diesem Jahr:

  • Geschichte der Flugtechnik und aktuelle Innovationen
  • Strom zum „Anfassen“
  • Sortierroboter selbst begreifen
  • Lötstation
  • Kabel handwerklich bearbeiten
  • Messtechnik – verschiedene Formen
  • Reaktionstest am Schaltschrank

Nach einem erlebnisreichen Tag im Zeichen der Technik freuten sich alle Beteiligten mit dem dritten Ausflug ins Hugo-Junkers-Museuem nun eine junge Tradition für den künftigen Nachwuchs des Ingenieurswesen aus der Taufe gehoben zu haben.

Dazu die Initiatoren:

Gerald Taraba: „Ich bin davon überzeugt, dass wir frühzeitig den Jugendlichen eine Chance geben sollten, möglichst viele Möglichkeiten, die sie im Leben nach der Schulausbildung haben kennenzulernen. Immer wieder erlebe ich, dass Jugendliche – trotzdem sie das nie gedacht hätten- an technischen Berufen /Studium Gefallen finden und plötzlich begeistert sind. Genau diese Begeisterung für einen beruflichen Weg im Bereich der Technik – also innovativ zu arbeiten, Ideen zu entwickeln, diese umzusetzen, Anlagen zu errichten, ein breites Spektrum an Industriesegmenten kennenzulernen und somit handwerkliche Präzision, kreatives Denken und Arbeiten perfekt zu kombinieren. Actemium als das führende, weltweit aufgestellte Dienstleistungsunternehmen im Bereich Elektro- und Automatisierungstechnik setzt auch in Deutschland auf die Ideen, die Motivation, das Engagement und die Innovation von bestehenden und neuen Mitarbeitern. Damit arbeiten wir aktiv daran die Zukunft auch mittels Industrie 4.0-Lösungen effektiver und besser im industriellen Umfeld zu gestalten und damit den Standort Deutschland weiterhin attraktiv zu gestalten. Und wenn ich am Ende dieses Tages in Dessau in viele leuchtende Augen sehe – haben wir alles richtig gemacht und den Funken in einigen Menschen mehr zünden können.“

Christian Dubiel: „Die Idee zu dieser Veranstaltung wurde vor einigen Jahren bei einem Treffen des Fördervereins meiner ehemaligen Hochschule, der HTWK Leipzig, zwischen Gerald Taraba, Prof. Markus Krabbes und mir geboren. Gemeinsam freuen wir uns stets darauf, junge Menschen in dem so geschichtsträchtigen Umfeld der ehemaligen Junkerswerke in meiner Geburtsstadt, Dessau-Roßlau, begrüßen zu dürfen. Die Verbindung aus Technik-Jugend-Geschichte ist wie ein kleiner Zauber und erinnert mich jährlich an meine eigenen Schulveranstaltungen: „Messe der Meister von morgen“. Der Wohlstand Deutschlands basiert auf dem technischen Fortschritt und der Leistungsfähigkeit unserer Ingenieure. Deswegen betrachte ich diesen Tag als kleinen Beitrag zur Zukunftssicherung. Und bedanke mich ausdrücklich bei allen Helfern vor Ort und den Schulen, die diesen Tag stets zu einem besonderen Tag werden lassen.“

Markus Krabbes: „Die Exkursion nach Dessau ist mittlerweile zu einer schönen Regelmäßigkeit geworden. Das liegt zum einen an der fortwährenden Begeisterung der Schüler und auch Schülerinnen. Zum anderen ist das den Partnern aus dem HTWK-Förderverein zu danken – und den engagierten Hausherren hier im Technikmuseum.

Kurz vor der Profilwahl an den Gymnasien wollen wir hier dem Nachwuchs von morgen zeigen, was auf unserer Strecke alles funktionieren kann. Mich freut besonders die hohe Quote an jungen Damen, die mit dabei sind. Schließlich sind alle freiwillig hier, wir haben keinen Klassenverbund zwangsbeglückt.“

Foto: Archiv HTWK/ rfranke

 

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